Waldviertler Baufirma Leyrer + Graf fordert mehr Geld für die Regionen

GMÜND/HORN   Mehr Geld für die Regionen aus den nächsten Finanzausgleichsverhandlungen zwischen Bund, Ländern und Gemeinden fordert Stefan Graf, Geschäftsführer der Leyrer + Graf Baugesellschaft mbH., die ihre Zentrale in Gmünd im nördlichen Waldviertel betreibt. „Der Aufteilungsschlüssel des Finanzausgleichs muss neu definiert werden“, sagt Graf in einem Interview mit dem Magazin „iv-positionen“. Die Politik habe die Frage zu beantworten, ob es künftig ein Europa der Städte oder ein Europa der Regionen geben soll. „Mein Weg ist jener der Regionen“, betont Graf.

Angesprochen auf die Strukturschwäche des Waldviertels als Produktionsstandort meint der Geschäftsführer, dass die Region nicht so strukturschwach sei, wie sie landläufig gesehen wird. „Richtig ist aber, dass es sowohl bei den Verkehrswegen, als auch bei der Informationstechnologie Verbesserungspotenzial gibt.“ Auch hier sei die Politik gefordert, Rahmenbedingungen für starke Wirtschaftsleistung zu schaffen, wozu selbstverständlich eine entsprechende Infrastruktur gehöre.

Kernbereiche der Produktion von Leyrer + Graf sind der Hoch- und Tiefbau, die Holztechnik sowie die Asphalt- und Betonerzeugung. Das Waldviertler Industrieunternehmen, das zu 100 Prozent in Familienbesitz steht, bietet Leistungen als Bau- und Zimmermeister sowie in der Herstellung von Baustoffen und in der Elektrotechnik an. Ausgehend vom zentralen Firmensitz in Gmünd betreibt Leyrer + Graf zehn Standorte in Österreich und vier in Tschechien, darunter Asphaltwerke in Schrems, Lassee und Sierning sowie Betonwerke in Gmünd, Trebon und Chotoviny. Mit 1.600 Beschäftigten erwirtschaftet Leyer + Graf einen Jahresumsatz von rund 200 Millionen Euro.
 

 

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