Kriminalitätsentwicklung in NÖ im Jahr 2014

Entwicklung der Gesamtkriminalität
Die Gesamtsumme der in Niederösterreich zur Anzeige gebrachten und registrierten gerichtlich strafbaren Handlungen ist in den letzten zehn Jahren rückläufig. Die Aufklärungsquote lag in diesem Zeitraum konstant zwischen 40 und 45 Prozent.

Entwicklung der Big Five
• Im Bereich des Einbruchsdiebstahles in Wohnungen und Wohnhäuser ist ein leichter Anstieg – ein Plus von 124 angezeigten Fällen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2013 – gegeben. Im Jahr 2014 wurden in Gesamtniederösterreich 3.231 Fälle angezeigt. Die Aufklärungsquote lag in diesem Deliktsbereich dem Trendmodell der letzten Jahre folgend bei etwa 10 Prozent. Bei etwa einem Drittel der angezeigten Einbruchsdiebstähle in Wohnungen und Wohnhäuser blieb es beim Versuch. 
• Der Diebstahl von Kraftfahrzeugen ist dem mehrjährigen Trend entsprechend weiterhin rückläufig (minus 20 angezeigte Fälle gegenüber 2013) In Gesamtniederösterreich gab es 579 angezeigte Fälle. Die Aufklärungsquote steigerte sich ich in den letzten Jahren auf beinahe 17 Prozent. 
• Bei den Gewaltdelikten ist im langjährigen Vergleich ein Rückgang zu erkennen. Die Aufklärungsquote bei Gewaltdelikten lag bei mehr als 88 Prozent, wobei bei knapp zwei Drittel der angezeigten und registrierten Fälle ein Bekanntschaftsverhältnis zwischen Täter und Opfer bestand.
• Im Bereich der Cyberkriminalität ist nach einem starken Anstieg in den letzten Jahren ein leichter Rückgang zu erkennen (minus 36 angezeigte Fälle gegenüber 2013). 1.580 Anzeigen wurden in Niederösterreich im Jahr 2014 registriert. Den Hauptteil der angezeigten Handlungen in diesem Deliktsfeld bildete der Internetbetrug (1.096 angezeigte Fälle). Die Aufklärungsquote lag bei 38 Prozent.
• Die Wirtschaftsdelikte sind in Niederösterreich im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die Aufklärungsquote lag bei knapp 60 Prozent.

Herausforderungen 2014
Die Herausforderungen lagen 2014 einerseits in der Bekämpfung der Einbruchskriminalität in Wohnungen und Wohnhäuser und der in Kraftfahrzeuge. Ein weiterer Schwerpunkt wurde in die Bekämpfung der illegalen Migration gesetzt.

Umgesetzte Maßnahmen 2014
• Schwerpunktmäßige Kontrollen an neuralgischen Punkten
• Verstärkter Einsatz von Technik zur Erkennung von entfremdeten oder gefahndeten Fahrzeugen
• Verstärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit
• Schwerpunktaktionen im Rahmen der SOKO Ost und SOKO Kfz in der Ostregion Niederösterreichs
• Zielgruppenorientierte Präventionsveranstaltungen
• Durchführung von Präventionsveranstaltungen für Schülerinnen und Schüler zum Thema Cybersicherheit und Präsentation des Films "Cybercrime und Jugendliche" gemeinsam mit dem Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) Landesklub Niederösterreich
• Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zum Thema "Schutz des Eigenheimes"

Projekte und Maßnahme 2015
• Schwerpunktmäßige Kontrollen von Exekutivbediensteten an neuralgischen Punkten im hochrangigen Straßennetz
• Präventionsveranstaltungen für spezifische Gruppen der Gesellschaft in Kooperation mit Interessensvertretungen (wie zum Beispiel "Sicherheit für Seniorinnen und Senioren")
• Intensivierung des Einsatzes von elektronischen Fahndungsmitteln wie dem Kennzeichen-Erkennungssystem entlang der Hauptverkehrsrouten
• Verstärkung der lokalen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen der Landespolizeidirektion Niederösterreich und angrenzenden Polizeibehörden in Tschechien und der Slowakei

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