135 Feuerwehreinsätze seit Sonntag im Bezirk

Drei Gemeinden zum Katastrophengebiet erklärt

Aktuell: Katastrophenalarm im Bezirk ausgerufen!

135 mal mussten die Feuerwehren im Bezirk seit Sonntag ausrücken. Rund 90 Prozent der Einsätze waren Baumbrüche. Obwohl sich die Wettelage entspannen dürfte, beginnen massive Baumbrüche, welche in manchen Gebieten Stromleitung kappen. So sind seit Dienstag Abend vier Katastralgemeinden ohne Strom, Reichharts, Stockern, Maigen und Therasburg, aber auch Teile von Sigmundsherberg. Reichharts wird seit gestern Abend mit dem 150 kva Notstromaggregat der FF Horn notversorgt, die anderen Orte werden seit heute ebenfalls mit Aggregaten versorgt.

Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Werner Loidolt

Die Wetterlage entspannt sich jetzt zusehends. Ab morgen sollen auch in höheren Lagen die Temperaturen steigen. OBR Werner Loidolt, Bezirksfeuerwehrkommandant, meint dazu: "Das vermindert die Gefahr von Baumstürzen nicht! Wenn die Eislast weg ist, das haben wir in Slowenien gesehen, können die Bäume genauso brechen. Auch wenn die Eislast weg ist, können ganze Bäume und Äste brechen, denn die Bäume sind durch das enorme Gewicht des Eises sehr geschwächt."

"Die gesperrten Strassen werden noch zwei Tage gesperrt bleiben. Die Einsätze haben wir, wo Gefahr in Verzug war, bewältigt. Wo die Lage aber zu gefährlich war, habe ich die Kameraden nicht mehr hinein geschickt, das ist das Risiko nicht wert. Dort haben wir gemeinsam mit der Polizei und der Straßenmeisterei die Strassen gesperrt.", so Loidolt weiter.

Katastrophengebiete

Aufgrund der Stromausfälle wurden drei Gemeinden zum Katastrophengebiet erklärt. Das sind die Gemeinden Irnfritz-Messern, Meiseldorf und Sigmundsherberg.

In Horn wurde Katastrophenalarm ausgerufen

Laut ORF.at wurde in drei Bezirken in NÖ Katastrophenalarm ausgelöst, darunter auch der Bezirk Horn. Man überlege, in den nächsten Tagen den Katastrophenhilfszug zu alarmieren, sagte Franz Resperger vom Landesfeuerwehrkommando: „Das hieße dann 5.000 Einsatzkräfte der Feuerwehr. Die kommen dann aus anderen Regionen hierher, um die örtlichen Kräfte zu unterstützen, wenn es notwendig ist.“

Ende in Sicht?

Die prekäre Wetterlage soll laut ZAMG noch bis Donnerstag anhalten. Für Sonntag ist eine weiter Kaltfront prognostiziert, bis dorthin sollte aber das gefährliche Eis geschmolzen sein, sonst droht die nächste Katastrophe.

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