EVN kündigt Preissenkungen und Ausbau der Öko-Energie an

Auch vor dem Hintergrund eines schwierigen Geschäftsjahres (1. Oktober 2013 bis 30. September 2014) mit Wertberichtigungen im Ausmaß von 560 Millionen Euro will die EVN schon im Jänner den Strompreis um ein Prozent und den Gaspreis um 2,5 Prozent senken. Vor allem Umweltprojekte in Osteuropa waren zu verkraften. Der milde Winter hat in allen Versorgungsgebieten, besonders in Österreich, zu einem Umsatzrückgang um 6,2 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro geführt. Das Konzernergebnis weist deshalb ein Minus von 299 Millionen aus. Der Cash Flow aus dem operativen Geschäft war aber stabil, als Dividende sollen unverändert 42 Cent je Aktie ausgeschüttet werden. Das bedeutet eine Rendite von 4,1 Prozent.

  

Layr Peter                                            Stefan Szyszkowitz

Die hohen Wertminderungen führten die EVN-Vorstände Peter Layr und Stefan Szyszkowitz einerseits auf Probleme mit mehreren Umweltprojekten in Moskau zurück, die im geplanten Bündel nicht durchführbar waren. Andererseits brachten staatliche und teilweise sogar rückwirkende Eingriffe in Energie-Tarife in Bulgarien und Mazedonien hohe Verluste. In Bulgarien sei ein internationales Investititionsschutzverfahren im Laufen, weshalb Details nicht genannt werden könnten.

Schwerpunkt des Unternehmens bleiben Investitionen in den Netzausbau zur Versorgungssicherheit und der weitere Ausbau erneuerbarer Energie in Niederösterreich. Bereits derzeit liege der Anteil der grünen Energiequellen Windkraft, Wasser, Photovoltaik und dezentrale Biomasse im Gesamtkonzern bei 42 Prozent und in Niederösterreich sogar bei rund 60 Prozent. Mittelfristiges Ziel bis 2016/17 sei eine Wind-Kapazität von 300 MW.

Thermische Kraftwerke seien zwecks Versorgungssicherheit zu erhalten. Die Verlängerung des Vertrags für Süddeutschland liege zur Unterschrift vor. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Wasserversorgung. Hier zeichne sich eine zunehmende Bereitschaft von Gemeinden ab, diese Aufgabe der EVN zu übertragen. Das laufende Geschäftsjahr verlaufe aller Erwartung nach nun wieder deutlich besser

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